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Wie ist die Idee zu Frau Lux entstanden?
Und was findet der Kunde auf Frau Lux?

Janine Lux/ Frau Lux: Ideen entstehen meist, wenn es etwas nicht gibt, was man sich selber wünscht.

So ist es auch bei Frau Lux gewesen. Mit Handwerk aufgewachsen und dem Stil vergangener Jahrzehnte verfallen war ich selber Suchende und Herstellende. Für beides fehlte mir der Markt. Wenn ich Kleider im Look der 50er oder ein Möbelstück im Vintage Stil gesucht habe, fand ich entweder günstige Artikel im Internet von denen ich dann enttäuscht war oder man musste sich auf eine lange Suche durch Märkte und Messen begeben und hoffen die Nadel im Heuhaufen zu finden.

Meistens entdeckt man dann durch Zufall irgendwann einen kleinen versteckten Laden in irgendeiner Stadt mit genau DEM Kleid, das wie für einen gemacht scheint. Die schönen Sachen verstecken sich nur all zu oft. Und zwar zu Recht, denn das zweite Problem war: was tun, wenn man etwas Eigenes mit viel Herzblut hergestellt hat? Das ganze Jahr über die Messen dieser Welt besuchen oder sich einreihen in die endlosen Produktmassen der Krimskrams-Onlineshops, wo dann meine Idee kopiert – und für 3€ weniger verkauft wird.

Ich wollte einen Ort schaffen, wo ich selber gerne verkaufen und einkaufen würde. Ein zu Hause für hochwertiges Handwerk und außergewöhnliche Ideen im Stil vergangener Jahrzehnte.



Wen wollt Ihr mit der Frau Lux Plattform ansprechen?

Janine Lux/ Frau Lux: Frau Lux ist für alle, die sich für eine Sache begeistern können. Wir kaufen uns die meisten Produkte, weil wir sie gut finden – nicht weil sie praktisch sind oder wir sie brauchen. Unser Marktplatz ist für alle, die nach Unikaten, Einzelstücken oder Kleinserien suchen und bei denen der Geruch von Holz und Leder, das Gefühl von Metall, hochwertigem Stoff oder Papier unter den Fingerkuppen das Herz schneller schlagen lässt.

Wir wollen zurück zur Wertigkeit und wieder Bewusstsein für Qualität und Handwerk schaffen. Frau Lux ist für Frauen und Männer! Vom Kleidungsstück bis zum Motorrad-Zubehör wird es alles geben.

Warum habt Ihr Euch für die Finanzierung Crowdfunding entschieden und warum für Startnext?

Janine Lux/ Frau Lux: Die Entscheidung ins Crowdfunding zu gehen ist uns anfangs nicht leicht gefallen. Wenn man sich mit dem Thema das erste Mal beschäftigt, hat es so einen Nachgeschmack von “hausieren gehen”. Dabei ist es genau das Gegenteil. Crowdfunding gibt einem die Möglichkeit zu Teilen. Man öffnet und präsentiert sich und seine Idee quasi der ganzen Welt. Alle Menschen, die interessiert sind, haben die Möglichkeit bei der Entstehung und Umsetzung einer Idee dabei zu sein und sogar ein Teil von ihr zu werden.

Die Alternative wäre gewesen, einen Investor mit ins Boot zu holen. Doch dann weiß man nie genau, wohin die Reise geht und ob am Ende dann nur die Verkaufszahlen zählen anstelle der Idee.

Wie ist die Resonanz der Investoren? Bekommt Ihr auch Vorschläge für Produkte und Designer?

Janine Lux/ Frau Lux: Die Resonanz ist toll und bestätigt uns darin, mit dem Schritt ins Crowdfunding die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Mit Crowdfunding haben Startups eine große Reichweite, die man sonst als kleines Unternehmen nicht gehabt hätte.

Wir erhalten viele Anfragen aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Das ist natürlich großartig! Neben vielen positiven Nachrichten die uns motivieren (weiter zu machen) haben wir auch konstruktives Feedback bekommen. Das hilft uns zu reflektieren und unseren Marktplatz noch besser zu machen. Besonders freuen wir uns über Designer, die sich mit ihren Produkten vorstellen und von Anfang an dabei sein wollen. Wir suchen immer das persönliche Gespräch und so haben Designer die Möglichkeit ihre Wünsche zu äußern und aktiv an der Entstehung von Frau Lux mitzuwirken.

Woher bezieht ihr die Produkte für Frau Lux? Wie wählt Ihr die Produkte aus?

Janine Lux/ Frau Lux: Das ist eine ganz bunte Mischung. Teilweise schreiben wir Designer, an die wir im Internet gefunden haben. Oder wir werden angeschrieben. Meistens kommt aber eine Empfehlung von Freunden und Bekannten oder man lernt sich auf Messen und Märkten persönlich kennen.

Da wir uns Vintage & Retro auf die Fahne geschrieben haben, ist das unser erstes Auswahlkriterium: Der Designer muss sich und seine Produkte in diesem Segment sehen. Wir achten darauf, dass die Produkte sorgfältig hergestellt wurden. Das heißt, wir lassen uns die Entstehungsgeschichte erzählen und Fotos zeigen. Sind die Designer in Reichweite, nehmen wir uns die Zeit sie persönlich zu Besuchen und kennenzulernen. So wollen wir mit Frau Lux ein Umfeld für ehrliche Preise schaffen und eine Produktexklusivität sichern.

Wir haben viele Designer kennengelernt, die das Thema Onlineshop für sich abgehakt haben. Sie möchten ihre Unikate, Einzelstücke und Kleinserien nicht auf einem Krimskrams-Onlineshop verramschen und in der Masse unter gehen. Für diese Menschen bieten wir mit Frau Lux.de eine selektive Verkaufsplattform. Wir sind das Gegenteil der “Do it yourself” Bastelecke.

Frau Lux welches sind die Ziele für 2014 und was sind die Ziele für die nächsten 5 Jahre?

Janine Lux/ Frau Lux: Dieses Jahr wollen wir einen guten Start hinlegen. Das heißt für uns, dass der Marktplatz technisch einwandfrei nach unserem Konzept “smart & sexy” läuft. Gemeinsam mit unseren ausgewählten Designern möchten wir im Herbst mit einem großen Knall auf unserem 50er Jahre Event eröffnen und mit unserem außergewöhnlichem Sortiment aus der Vintage & Retro Nische begeistern. Und damit hoffentlich viele Menschen zu Ihren Lieblingsstücken führen. In den nächsten Jahren wollen wir mit unseren Designern und Kunden wachsen, immer Ihren Ansprüchen genügen und uns stetig weiterentwickeln. Frau Lux ist als Online-Marktplatz gegründet worden, weil wir so viele Menschen wie möglich erreichen wollen. Zukünftig wollen wir aber auch ein lokales Ladengeschäft eröffnen und weitere Events organisieren, die Designer und Liebhaber zusammenbringen.

Frau Lux möchte ein Knotenpunkt für Kreative sein und gutes Handwerk und Design weiter fördern.

Wir bedanken uns bei Janine Lux für das Interview Aussagen des Autors und des Interviewpartners geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und des Verlags wieder.

Zum Artikel: www.unitednetworker.com

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